Umbau BR50 (3084) auf T4T mit Sound Aktualisierung 19.12.16

Neben der Einbaugalerie auf der T4T WEB-Seite können hier Spezialfälle besprochen und entsprechende Hinweise ausgetauscht werden.
Je nach Bedarf können herstellerspezifische Unterforen durch T4T eingerichtet werden.

Moderator: Jens Kupfer

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K.Wagner
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Umbau BR50 (3084) auf T4T mit Sound Aktualisierung 19.12.16

Beitrag von K.Wagner » 14 Dez 2016, 19:54

Umbau BR50 (3084) auf T4T mit Sound

Nachdem ich vor Jahren schon meine 50-er kab (3084 – BJ 1974/75) auf Lok-Tender-Kurzkupplung und TELEX (neu) umgebaut hatte, habe ich vor 6 Monaten auch mit dem Umbau meiner 2. 50-er begonnen. Zuerst wurde der Kabinentender gegen einen normalen 2´2´T26 getauscht und die Lok ebenfalls auf Lok-Tender-KK umgebaut. Dann liefen einige Experimente mit dem Motor, zuletzt bin ich dann beim Märklin Hochleistungsmotor + ESU Dekoder (Testweise!) hängen geblieben. Dort waren die Fahreigenschaften 1a – ebenfalls testweise habe ich dann einen LD-1S montiert und war von den Fahreigenschaften ebenfalls begeistert. Damit konnte der nicht ganz „billige“ Umbau auf T4T mit Sound und Kupplungen angegangen werden. Folgendes Pflichtenheft stand auf dem Programm:

- Umbau Vorderrahmen auf durchbrochene Ausführung mit Weinert Pufferbohle + Laternen
- Bissel-Vorlaufgestell geändert auf Ausführung von Fleischmann BR64
- Ausrüstung der Weinert DB-Elektrolaternen mit LED
- Freistehendes Spitzenlicht
- Keine Kabelverbindung Chassis – Lokgehäuse
- Ausrüstung mit Soundmodul TS1
- Lautsprecher im Bereich Rauchkammersattel – Rauchkammer

Die Montage des Decoders und des Soundmoduls incl. der Kupplung im Tender war kein Thema – lediglich die Gewichte mußten neu angefertigt werden. Im vorderen Bereich habe ich dann eine Lötleiste aus einem Stück Lochrasterstreifenplatine angebracht, um einige Verbindungen, die sich aufteilen, separat herausführen zu können (Fahrstrom, Masse, Dekoder +, Beleuchtung und Lautsprecher. Die Kupplungsleitungen habe ich ohne Trennung durchgeführt – die 25 cm haben hierfür gerade ausgereicht.
Von anderen Umbauten habe ich die Erfahrung, dass es auf eine fast exakt gerade Ausrichtung des Kupplungskopfes ankommt. Nur dann funktioniert Einkuppeln und Abkuppeln einwandfrei. Aus diesem Grund habe ich die Kupplungsdeichsel separat (also unabhängig von der Vorlaufachse) am Chassis befestigt. Nach einigen vergeblichen Versuchen bin ich bei der Federung auf die Lösung mit Gitarrensaite + Ms-Rohr gekommen. Diese Anordnung hat auch bei geringen Abweichungen aus der Geradeausstellung genügend Rückstellkraft, aber ist noch „weich genug“ für leichte Wagen (Probewagen Pwgs41 von Märklin) im R1 (36 cm).
Um einen möglichst großen Auslenkwinkel der Kupplung zu erreichen, wurde deren Drehpunkt vor den des Vorlaufgestells gelegt – am vorderen Ende des für das neue Rahmenvorderteil gekürzten Originalchassis.

Noch etwas zum Zeitaufwand: Da hier „Entwicklungsaufwand“ nötig war und gerade bei der Federung der Kupplung einige Sackgassen beschritten wurden, hat die Ausführung recht viel Zeit in Anspruch genommen. Bis die Lok zusammengesetzt war und die finale Abnahmefahrt (vor der Dekoderprogrammierung) erfolgte, waren sicher 40h Arbeitszeit vergangen. Eine zweite Maschine (und das für die Nachbauwilligen) sollte incl. der Zurüstung mit dem durchbrochenen Rahmen unter 10 Stunden liegen. Der Aufwand fällt um ca. 1 Stunde, wenn man die Weinert-Laternen für die Pufferbohle gleich mit Beleuchtung bezieht. Der Umbau Lok-Tender-Kurzkupplung ist hierin nicht enthalten – er hat ca. 1 Stunde gekostet. ABER: Die Teile gibt es lt. Märklin Ersatzteilverzeichnis nicht mehr. Man benötigt ein Rahmenende, einen neuen Tenderboden und die KK-Deichseln für Lok und Tender (hier 2 Stück).
Alles Weitere steht bei den Bildern.

Als erstes wird der vordere Rahmenteil abgeschnitten. Kurz vor dem neuen vorderen Ende wird ein M-2 mm Gewinde geschnitten. Dass ich eine Mutter eingeklebt habe liegt daran, dass mir der Bohrer abgebrochen ist und ich ihn „großflächig“ wieder herausarbeiten mußte (roter Pfeil Abb 1.). Es kommt auf eine exakt mittige Position des Gewindes an.

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Bild 1

Festgeschraubt wurde die Kupplungsdeichsel mit einer Märklin Bundschraube, wie sie auch für die Drehgestellbefestigung verwendet wird. Die Kupplungsdeichsel muß von der Starke möglichst genau die Bundstärke haben, damit sie waagrecht gehalten wird. Eine Höhenlagerung habe ich wegen zusätzlichen Reibungsverlusten nicht vorgesehen – dies hätte auch einen negativen Einfluß auf den Rahmendurchblick gehabt. Damit das Ganze gut funktioniert, muß die grün umrandete Fläche eben sein. Das Ms-Blech links in dem Rahmen mußte ich einfügen, da ich den Rachkammersattel vorsichtshalber etwas weiter für die Kabelführung ausgefeilt hatte als nötig.

Dann erst wird der fertig montierte neue Vorderrahmen mit 2-Komponentenkleber angeklebt. Detailansichten in Bild 2 und 3. Die obere Abdeckung besteht aus 0,25 mm Bronzeblech. Zu sehen ist auch die mechanische Bearbeitung des Rahmenoberteils. Hier kommt dann die „Anschlußplatine“ für die CU-lackdrähte der Beleuchtung hin.

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Bild 2

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Bild 3

In Bild 4 und 5 sind das bearbeitete Vorlaufgestell der Fleischmann BR64 und die Kupplungsdeichsel (bereits mit NEM Aufnahme) zu sehen. Um keine Kollisionen zwischen Blattfeder und Drehgestell zu haben, wurde der Andrückpunkt tiefer gelegt (weißer Kunststoff)

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Bild 4

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Bild 5

In Bild 6 ist die TCH0 bereits montiert – man sieht auch die Kabelführung durch eine Aussparung in der Deichsel.

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Bild 6

Bild 7 zeigt den bereits lackierten Vorderrahmen – der Pfeil weist auf die Anschlußpunkte für die CU-Lackdrähte der beiden vorderen Stirnlampen hin.

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Bild 7

Bild 8 ist etwas unscharf aber hier sind die Anschlußpunkt gut zu sehen, Auch das Ms-Röhrchen für die Feder (wieder mal eine Stück Gitarrensaite) ist zu erkennen.

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Bild 8

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Bild 9

Hier mit grünem Pfeil nochmals die Kabeldurchführung, der rote Pfeil markiert den Federdraht und das grüne Rechteck den hinteren Teil der Kupplungsdeichsel. Man sieht deutlich die Verstärkung, damit die Bundstärke der Schraube erreicht wird.

In Bild 10 das Ganze von Oben. Rot markiert die Anschlußpads und grün umrandet die Federkonstruktion für die Kupplungsdeichsel.

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Bild 10

In Bild 11 geht es um die Konstruktion für den Lautsprecher und die LED für das obere Spitzenlicht.
Basis ist ein Stück Lochraster-Streifen-Platine (3 Streifen breit) – auf dem auch die SMD Vorwiderstände für die beiden unteren – und getrennt – für die LED des oberen Stirnlichtes (roter Pfeil) aufgelötet sind. Auch der Lautsprecher ist aufgelötet und hat auf der Lochrasterplatine separate Punkte zum Anlöten der Kabel.
Der Lautsprecher stammt von ESU und wurde mit angelöteten Drähten montiert.

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Bild 11

Der grüne Pfeil markiert ein Stück Polystyrol, mit dem die Konstruktion in die Haltenut des ehemaligen Kontaktbleches für die Birne der Stirnbeleuchtung und des Rauchgenerators eingesetzt werden kann.

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Bild 12

Hier das Ganze von oben – der weiße Poly-Streifen ist die Maske für die LED fürs obere Spitzenlicht.

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Bild 13

Hier beleuchtet.
Und in Bild 14 probehalber montiert:

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Bild 14

Bild 15 zeigt die Kabelführung im Knickrahmen

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Bild 15

Bild 16 im Bereich des Motorschildes

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Bild 16

Um Beschädigungen durch Reibung im Dauerbetrieb auszuschließen, habe ich die Kabel mittels VDE-band geschützt. Es ist etwas flexibler als meine Schrumpfschläuche, die ich sonst nehme. Im Gehäuse habe ich an der Stelle ebenfalls Isolierband angeklebt. So sollten die Motoranschlüsse sicher gegen zufällige Berührung mit Gehäusemasse geschützt sein.

Es folgen nun einige Detailbilder, wie ich die Beleuchtung des oberen Spitzenlichtes gelöst habe. Die Halterung, die den Lichtwelleleiter fixiert habe ich als „Presspassung“ ausgeführt – und nach der Justage mit Sekundenkleber-Gel fixiert. Das ermöglicht die Justage für eine maximale Beleuchtungsstärke der oberen Laterne des Spitzenlichts.

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Bild 17 Beleuchtung oberes Spitzenlicht

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Bild 18 Detail der Halterung für den Lichtwellenleiter

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Bild 19 LED-Platine + LWL-Fixierung montiert

Die Lok hat jetzt auf meinem Versuchsgleis (gerade + Kurve R1 (36 cm) diverse Einstellungsfahrten hinter sich. Derzeit ruht der weitere Betrieb etwas – aber hoffentlich bald finde ich die Zeit, um die letzten Einstellungen vornehmen zu können.

Das Soundgeräusch ist auch mit diesem Lautsprecher schon hervorragend – er kommt da her, wo sich im Original auch die Hauptschalquelle befindet. Experimentieren werde ich noch mit zwei Lautsprechern von Uhlenbrock, die ich auf der IMA eingebaut gehört habe und die dort einen hervorragenden Eindruck auf mich gemacht haben.

Soweit für heute – sobald ich mit den Einstellungen fertig bin, werde ich den Bericht dann abschließen.

Inzwischen sind die Einstellungen erledigt - es gab einige Irrungen und Wirrungen, so dass ich bereits dachte, 2 Dekoder "geschlachtet" zu haben. Es hat sich dann aber herausgestellt, dass es lediglich an einer CV lag.....da ist T4T inzwischen in der Analyse.

Die Lok fährt großartig, das Ein- und Abkuppeln funktioniert 1a. Lediglich der Bremsensound will nicht ertönen - egal aus welcher Geschwindigkeit und wie schnelll ich die Lok abbremse. Aber da muß ich nochmal das Forum durchforsten - das Thema kommt mir bekannt vor. Nur hatte ich es bisher nicht - bei den anderen Loks hats funktioniert, und die CV-s sind identisch programmiert.
Jetzt geht es dann an die Endgestaltung der Lok (Hochspannungspfeile fehlen noch, Gläser in den Spitzenlaternen) - dann kommt sie erstmal wider in die Vitrine bis ich demnächst meine Anlage wieder aufbaue. Naturlich gibts dann hier noch das "Fertigstellungsfoto...."
Zur Zeit bin ich dabei, meinen Rungenwagen ohne Ladegut mit T4T-Decoder und Kupplung fertigzustellen. Da gibts dann aber nur einen Kurzbereicht - denn auch wenns gut ausschaut, es ist zeitlich und finanziell ziemlich herausfordernd....

Allen Lesern ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr 2017 - bis zum nächsten Mal.
Gruß Klaus

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